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Monatliche Archive für: ‘Februar, 2012’
Nachtruhe

Maritime Motive sehe ich in Bremen immer seltener. Im Hafen ist nichts mehr los, Seeleute gehören schon lange nicht mehr zum Stadtbild und nur ab und an tuckert ein Binnenschiff auf der Weser. Trotzdem entdeckt man sie noch, diese Bilder  mit Schiffen, Wasser und einer Prise Kitsch und Romantik: Am Tiefer-Anleger machte ein Schiff fest, die Sonne war gerade untergegangen. Am Himmel verabschiedete sich der Tag mit ein paar sanften Farben und alles strömte gemächlich vor sich hin. Zeit für die Koje. Nachtruhe.

Pentax k5, PENTAX-DA* 50-135mm F2.8 @ 90mm, f5.0, ISO 100, HDR aus 5 Belichtungen.

Urbex: Green Puddle Das ehemalige Firmengelände von Kaffe HAG war ein feiner Foto-Spielplatz. Wir waren auf der Suche nach interessanten Strukturen, schönem Licht, Zeichens des Verfalls und imposanten Spiegelungen und ließen uns dabei von einem Fernsehteam von Radio Bremen begleiten. Der Beitrag lief gestern bei buten un binnen und ist auch im Netz zu sehen. Dort heißt es: “Sie sind moderne Jäger. Mit einer Kamera bewaffnet, ziehen Urban Explorer los – in verlassene Gebäude, Katakomben, brachliegende Industrieruinen. Mit ihren Fotos zeigen sie das, was andere nicht sehen.”

Pentax k5, 8mm Fisheye, f13, ISO80, HDR aus 5 Belichtungen. Lightroom und LR/Enfuse.

Drachensteigen ist super! Nicht nur im Herbst kann man Nasen, Ohren und zwei Quadratmeter Drachen in den Wind halten. Nein, auch zur Zeit geht das hervorragend und es macht verdammt viel Spaß. Heute, eine Tag später, habe ich barbarischen Muskelkater, bereue den Ausflug zum Werdersee aber nicht ein Stück.

Als ich den Rucksack mit Proviant und Drachen befüllte, kam mir meine kleine GoPro-Kamera in den Sinn. Der nahezu unverwüstliche, kleine Plastikkasten hat schon viel mitmachen müssen: Ob auf dem Snowboard, in der Achterbahn, auf dem Autodach oder beim Tauchen – diese kleine Kamera ist mein absolutes Lieblingspielzeug  und ermöglich ungewöhnliche Perspektiven. Warum also nicht einmal Drachsteigen? Zwei Kabelbinder später hing das Ding im Drachen und ich freue mich noch immer über die Bilder aus luftiger Höhe.

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Cimitero delle Porte Sante Firenze Dieser Friedhof in Florenz ist einen Besuch wert. “Cimitero delle Porte Sante” heißt er und liegt auf einem Hügel hoch über der toskanischen Stadt. Ein wilder Mix aus kleinen Kapellen, Statuen und Grabplatten prägt diesen Ort und ich fand ihn sehr fotogen. Über Friedhöfen liegt ja meistens eine ganz besondere Stimmung und ich finde es immer spannend, sie zu erkunden und zu erleben. Fotografie ist eine gute Möglichkeit dafür. Ich erinnere mich noch gut an meinem Besuch auf dem Friedhof des Vergnügens in Lissabon. Man schaut genau hin, spitzt die Ohren und atmet an jeder Ecke tief ein. Ich entdecke den Ort dann ganz bewusst. Wenn ich mir heute das Foto anschaue, kommen diese Eindrücke sofort zurück. Das find ich gut.

Pentax k7, 8mm Fisheye, f11, ISO 100, HDR aus 5 Belichtungen, Lightroom und LR/Enfuse.