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Archiv: ‘jonas’

Jonas Ginter

ist Fotograf in Bremen und spezialisiert auf Business-Portraits, Industriefotografie und neue Perspektiven. Er realisiert 360°-Videos und virtual reality Produktionen. Auch auf: Google+ und: facebook

[singlepic id=798 w= h= float=] Ganz in der Nähe von Chiang Rai, im Norden Thailands, bastelt ein Künstler seit nunmehr 20 Jahren an seinem Lebenswerk. Chalermchai Kositpipat gestaltet seit 1998 eine Tempelanlage – ganz in Weiß.

Was aus der Entfernung strahlend und unschuldig aussieht, entpuppt sich beim genauen Hinsehen als ein abgefahrener Todestempel. Weiß ist die traditionelle Trauerfarbe der Thai und alles im Tempel Wat Rong Kuhn dreht sich um Hölle, Sünden und Tod.
[singlepic id=799 w= h= float=] Besucher gelangen über eine Brücke zum Tempel und überqueren dabei einen Graben, aus dem sich hunderte Hände gruselig nach oben strecken. So als wollten sie die schaulustigen Touristenscharen nach unten in die Tiefe reissen.

Im Inneren der heiligen Halle sind die Wände kunstvoll und knallbunt bemalt. Mit Motiven, die ich so in noch keinem anderen Tempel gesehen habe: Die brennenden Türme des World Trade Centers, Superman, Angry Birds und allerhand schweres Kriegsgerät, umrandet von asiatischen Drachen und kitschigen Ornamenten. Fotografieren ist im Inneren leider verboten.

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Doch die Anlage von außen vor die Linse zu nehmen, hat schon mehr als Spaß gemacht. Alles blinkt, glitzert und strahlt. Ein außergewöhnliches Teil! Die Fertigstellung ist übrigens in etwa 20 Jahren geplant…

 

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Jedes Jahr wird in Thailand das Lichterfest Loy Krathong gefeiert. Kleine Boote aus Bananen- und Palmenblättern werden mit Kerzen und Räucherstäbchen bestückt und aufs Wasser gesetzt. Flüsse, Seen und Kanäle schimmern dann im Kerzenlicht. Überall werden Laternen und Kerzen aufgestellt.

In Chiang Mai wird das Fest nach der Lanna-Tradition auch Yi Peng genannt. Das Besondere: Man lässt hunderte kleiner Heißluftballons in den nächtlichen Himmel steigen. Ein beeindruckendes Schauspiel! Unaufhörlich steigen die Papierballons nach oben. Die ganze Nacht hinweg. Kleine Jungs versuchen mit Böllern und Raketen die Himmelslaternen abzuschießen und überall in der Stadt knallt und raucht es ohne Pause. Die Hotels sind schon seit Monaten ausgebucht. Die Straßen sind krachvoll.

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Ein bisschen Abseits des Trubels kann man das Fest im Tempel Chai Mongkol erleben. Zwischen Buddha-Statuen und Mönchen wird auch geböllert und geknallt, aber es ist um einiges ruhiger als auf den Brücken und Straßen im Zentrum der Stadt. Ein wirklich toller Ort!

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Bangkok ist groß, laut, und stressig. Ein bisschen Ruhe kann man in den zahlreichen Tempelanlagen finden. Wirklich schön, super bunt und ganz anders als alles, was ich bisher gesehen habe. Überall funkelt und glitzert es. Gold und knallige Farben wohin man auch sieht. Und dann kam auch noch der Typ mit einem Eimer voll Goldgeschirr vorbei…

 

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[vimeo width=“740″ height=“420″]https://vimeo.com/53694208[/vimeo]

Zeitraffer-Filme aus Bremen kann es nie genug geben!

Den ganzen Sommer über sammelte ich fleißig Timelapse-Sequenzen um das Leben in der Hansestadt einzufangen. Und so gibt es jetzt nach Bremen I, Breminale und Freimarkt den nächsten Streich: Bremen II. Ich hab viel ausprobiert, weitere Ausrüstung angeschafft und neue Techniken ausprobiert. Auf der Suche nach schönen Motiven habe ich neue Plätze entdeckt und Bremen noch ein Stück lieber gewonnen.

Zeitraffer-Fotografie kostet Zeit. Viel Zeit. Aber die Ergebnisse überzeugen mich immer wieder. Pro Sequenz verbringe ich zwischen 15 Minuten und mehreren Stunden am gleichen Ort. Je nachdem welche Arten von Bewegung ich einfangen will. Da kommt man ins Gespräch und ich weiß jetzt viel mehr übers Angeln, Kochen und Modellbauen als vor diesem Film. Die Sequenz ab Minute 1:36 fängt sogar den Zeitraum von 24 Stunden ein. Nur so kann man die Schatten-Bewegungen eines ganzen Tages einfangen.

Ein besonderer Dank geht an Werder. Zeitraffer-Aufnahmen aus dem Innenraum eines Stadion standen schon lange auf meiner Wunschliste. Schön, dass das geklappt hat!

Aufgenommen: wie immer mit Pentax Kameras und diversen Linsen sowei einem Igus-Slider mit MX-2-Controller.
Berabeitet: wie immer mit LRTimelapse von Gunther.
Music kommt von Rebellenherz – „call the angles in times of unrest“ vom Album „a green place in a grey world“ und steht unter creative commons.

Was meint ihr? Lob, Tadel, Kritik, Tipps….. Ich freu mich über eure Kommentare.