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Für die aktuelle Ausgabe von job4u, dem Magazin für Ausbildung und Beruf des Weser-Kuriers, habe ich die Titel-Story produziert und das Cover-Foto gemacht. Dafür habe ich Julia, Auszubildende für Lebensmitteltechnik, an ihrem Arbeitsplatz bei Vilsa-Brunnen besucht. Das Unternehmen ist einer der größten Mineralbrunnen der Republik und Marktführer in Norddeutschland. Rund 40 Kilometer südlich von Bremen, werden täglich bis zu 2.5 Millionen Flaschen abgefüllt. Eine gigantische Kulisse!

Ich wollte Julia genau dort portraitieren, wo sie täglich arbeitet: Zwischen Förderbändern, Abfüllanlagen und Edelstahlmaschinen. Nicht ganz einfach, denn am Produktionsort herrschen strenge Hygiene-Vorschriften. Mit Häubchen, Kittel und Schuh-Überziehern sind wir durch die Hallen gezogen. Das Hauptlicht habe ich mit einer mobilen Softbox, bestückt mit Systemblitzen, gesetzt. Damit war ich unabhängig von Steckdosen und konnte mich frei bewegen. Für ein Titel-Foto produziere ich immer unterschiedliche Motive. Schließlich gibt es eine Menge Leute, die für so ein Magazin verantwortlich sind. Entsprechend lange wird darüber diskutiert, wie die Titelseite aussehen soll. Von Medienberatern, über Redakteure bis zum Grafiker – alle freuen sich über ein bisschen Auswahl. Hier mal ein beispielhafter Index.
1200px_vilsa_azubi_lebensmitteltechnik_job4u_2013_jonas_ginter_1 Neben dem Hauptmotiv, habe ich aber auch Julia während ihrer Arbeit fotografiert und die unterschiedlichen Facetten ihres Ausbildungsberufs abgelichtet. Ob Arbeit im Labor, in der Produktion oder im Lager – Fachkräfte für Lebensmitteltechnik machen einen abwechslungsreichen Job. Ich hatte wieder einmal riesig Spaß dabei, hinter die Kulissen zu blicken. Dafür liebe ich diesen Job! Das aktuelle job4u-Magazin kann man online durchblättern oder herunterladen.
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Feierabend in Bremen Auch wenn es regnet, ist es schön am Fluss. Für mich gibt es nicht besseres, als eine kurze Feierabend-Runde mit der Kamera. Ich nehme dann nur meine Minimal-Ausrüstung mit: Eine Kamera mit einer Festbrennweite. Meistens ein 50er oder 35er. Wenn ich nicht über Knipse und Objektivwahl nachdenken muss, kann ich mich besser aufs Hinschauen konzentrieren. Ich versuche dann, mein vertrautes Umfeld mit neuen Augen zu sehen und oft entdecke ich dabei schöne Details – direkt vor meiner Haustür oder nur zwei Ecken weiter. Spazieren ist also nicht nur was für Senioren. Es schult mein Auge und entspannt. Nicht überzeugt? Komm, heute nehm’ ich dich mal auf ne Runde um die Weser mit…
Feierabend in Bremen
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Corporate Portraits Bremen - Jonas Ginter Für die aktuelle Umwelterklärung von swb habe ich Corporate Portraits fotografiert. Auf 44 Seiten präsentiert der Konzern sein Umweltmanagement. Auf Doppelseiten kommen Mitarbeiter zu Wort und werden großflächig in ihrer Arbeitsumgebung gezeigt. Ein spannender aber auch anstrengender Auftrag: Während draußen der Sommer tobte, kämpften wir im Kraftwerk zusätzlich gegen die brachiale Hitze der Maschinen. Wo Energie erzeugt wird, entsteht Wärme und so kamen wir neben Turbinen, Rohren und Kesseln ordentlich ins Schwitzen. Auch bei gut 50 Grad ist Arbeitsschutz selbstverständlich, doch die zusätzliche Isolierschicht aus Stahlkappenschuhen, Helm, Schutzbrille und Weste, war mein ganz persönlicher Feind an diesem Tag. Umso wichtiger war eine gute Organisation der Abläufe und ein straffer Zeitplan. Das Ergebnis kann man online durchblättern oder als pdf herunterladen.

Corporate Portraits Bremen - Jonas Ginter

Die Zusammenarbeit mit den Testimonials im Kraftwerk lief toll. Sie bewegten sich selbstsicher und gut gelaunt durch die gigantischen Industriehallen. Besonders in der Nähe großer Anlagen war die Kommunikation allerdings extrem kompliziert. Wenn man mit Gehörschutz in den Ohren neben einer häuserblockhohen Turbine steht und versucht, seinem Gegenüber Posing-Tipps zu geben, stößt man schnell an seine Grenzen. Pantomime kann helfen, noch besser ist ein ausführliches Vorgespräch. Bei mir funktionieren kleine Rollenspiele immer ganz gut: “Stellen Sie sich vor, ich bin ein guter Freund, den Sie lange nicht getroffen haben. Freuen Sie sich darüber, mich zu sehen!”

1200px_strobist_bremen_hintergrundlicht_kraftwerk Neben der Hitze und Lautstärke im Kraftwerk, stellte das Licht die größte Herausforderung dar. Industrieanlagen sind meist mit faden Leuchtstoffröhren bestückt, die ein furchtbares, grünlich bis blaues Licht absondern. Egal wie gesund und durchgebräunt du bist, in diesem Licht sieht jeder krank aus. Die Personen leuchtete ich deshalb mit einer 90er Octabox aus. Und gegen den metallisch, blauen Hintergrund kämpfte ich mit eingefärbten Blitzen. Optimal eignen sich dafür die Folien von Lee. Der Musterkatalog ist grandioser Weise genauso groß, dass die Folien vor einen Systemblitz passen. Und so verteilte ich hier und da ein paar Blitze mit unterschiedlichen Farben in der Halle. Damit kann man schöne Farbakzente setzen und die Stimmung im Raum deutlich verändern, wie man am unteren Bildbeispiel ganz gut sieht. Die Folien stecke ich entweder in einen Bouncer oder nutze dicke Klarsichtfolie für den wohl günstigsten DIY-Gel-Holder der Welt.

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1200px_leica_m3_scans_jonas_ginter-12 Mit Opa plauschen,
Kuchen verputzen,
Dem Akkordeon lauschen,
Die Leica benutzen.
1200px_leica_m3_scans_jonas_ginter-14 Es gibt wenige Kameras, die solch ein Mythos umgibt wie die kleinen, handgefertigten Präzisionsmaschinen von Leica. Seit einiger Zeit drücke ich immer mal wieder den Auslöser einer M3 die zwischen 1957 und 1958 produziert wurde und bin ganz fasziniert davon. Die Verarbeitung des kleinen Handschmeichlers ist eine Klasse für sich und die Mechanik funktioniert auch nach fast 60 Jahren immer noch tadellos. Klar, der Kasten will erst einmal richtig bedient werden, bevor brauchbare Bilder herauskommen. Eingebauter Belichtungsmesser? Gibt es nicht! Aber wenn alles passt, dann machen die Ergebnisse richtig Spaß. Wenn ich einen frisch entwickelten Film aus dem Labor hole, bin ich aufgeregt und voller Vorfreude. Denn bislang waren auf jeder Rolle ein paar Bilder, die mich total glücklich machen.
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