[singlepic id=907 w= h= float=]Schon aus der Ferne sah der kleine Leuchtturm im Hafen anders aus als sonst. Als wir die Landzunge betraten, zuckten Blitze und Farben durch die dunkle Nacht. Wir wurden in einen Tunnel aus Licht gezogen…

… oder so ähnlich. Light Painting ist riesen Spaß. Wie es funktioniert, habe ich schon einmal ausführlich beschrieben. Für dieses Bild habe ich mit einer dreifarbigen Kaltlicht-Kathode große Kreise ins Dunkle gemalt. Anschliessend bin ich hochgesprungen und habe mich dabei mit einem Systemblitz (auf voller Leistung) anblitzen lassen. Die Kamera belichtete 30 Sekunden, bei Blende 8 und ISO 200. Also eine Aufnahme. Kein Photoshop.

 

[singlepic id=902 w= h= float=]Okay Herbst. Du bist da. Und auch wenn es nur so mittelmäßig Spaß macht, die dicke Jacke aus dem Schrank zu holen und die Wollmütze über die Ohren zu ziehen, bist du kein schlechter Deal. Für Farben und Licht hol ich mir gerne kalte Finger.

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[singlepic id=898 w= h= float=] Tief im Wald gammeln die Überreste sowjetischer Kasernenstädte vor sich hin. Stück für Stück erobert die Natur diese Orte zurück. Und während Birken durch Dächer wachsen, Pilze marode Wände aufsprengen und Waldbewohner im ehemaligen Offiziers-Casino ein neues Wohnzimmer finden, erinnern skurrile Wandgemälde an die einstigen Besatzer. Es gibt keine Russenkaserne in Ostdeutschland, in der man nicht diese bunten Bilder entdecken kann. Und die haben es in sich: Von qualmenden Schornsteinen, über Heerschaaren stolzer Arbeiter und schwer bewaffnete Garnisonen bis zu den Portraits ideologischer Vaterfiguren findet sich jedes erdenkliche Symbol zwischen Folklore-Kitsch und derbsten Drohgebärden des Kalten Krieges. Doch die Fassade bröckelt und zwar gewaltig. Die Wandbilder dieser Ära vergammeln, schimmeln und stürzen ein. Ein Großteil ist schon verschwunden und Zerfall schreitet unaufhörlich voran. Das war’s dann wohl ihr Relikte…

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