Endlich mal wieder Hafen! Eigentlich wollte ich gerade einpacken und stopfte Kamera und Objektive in den Rucksack. Doch in diesem Moment wurde es sau laut und hinter mir begann die Besatzung ihr Schiff mit Hochdruckreinigern zu putzen. Das Wasser schoss aus allen Öffnungen und ich war glücklich über das Motiv. Die Sonne warf Licht und Schatten einfach perfekt auf den Bug des Kahns.
Pentax k7, Sigma 17-70, f7.1, ISO 100, 5 Belichtungen, Photomatix & Co.
So, eine kurze Pause von den ganzen Verfall- und Grusel-Bildern scheint angebracht. Deshalb gibt’s heute weiße Unterhosen auf die Augen. Vergangenes Wochenende gab’s diese Installation im Rahmen der Hochschultage an der HfK zu sehen. Die “Clean Clothes Campaign AG” (faire stoffe AG) veranstaltete die riesen Schlübber-Paddy, um Arbeitsbedingungen in der Textilbranche und den Umgang mit biologischen Ressourcen zu thematisieren. Von einem markierten Standpunkt im Raum aus, konnte man dann diese Zeichnung einer Person erkennen, die an einer Nähmaschine arbeitet. Auch sonst gab es eine Menge schöner Dinge zu entdecken.
Wäre es nicht so abartig überlaufen gewesen, könnte ich die Hfk-Hochschultage uneingeschränkt weiter empfehlen. Aber so war es echt anstrengend, sich zwischen diesen ganzen Menschen hindurchzuschieben. Alle machen sie irgendwas mit Kunst. Alle haben sie so eine dicke Brille. Alle Typen haben nen V-Ausschnittm aus dem akkurat zurechtgelegtes Brusthaar wallt. Und alle Tanten sind so was von hip: Vor lauter Sushi im Mund und Retro-Accessoires um den Hals, können die nicht mal mehr eine 10-stufige Treppe in weniger als fünf Minuten hoch- oder runtergehen. Nie und nirgends wird man Wörtern, wie “Projekt”, “Auseinandersetzung”, “Wirklichkeit” und “Authentizität” so vergewaltigt, wie auf solchen Veranstaltungen. Aber ich wollte mich ja nicht darüber aufregen. In meinem, mit Siebdruck individuell gestalteten, Jutebeutel muss noch ein Sesamriegel liegen. Der hilft gegen Stress und Bluthochdruck.
Pentax k7, 50mm prime 1.4, f 3.5, ISO 800, 5 Belichtungen, Photomatix & Co.
Für kleines Geld ein außergewöhnliches Timelapse-Video machen? Man nehme eine GoPro-Kamera (an dieser Stelle ein riesen Dankeschön an Gunther von gwegner.de) und eine Eieruhr. Die Kamera wird auf den Küchenhelfer geklebt und fertig ist die Zeitraffermaschine mit automatischer Schwenkfunktion. Dank meines Haushaltswarenladens um die Ecke sieht es auch noch schick aus, denn das Edelstahl-Modell war gerade im Angebot. Ich habe diese Konstruktion heute ausprobiert und ein paar Testaufnahmen gemacht. Bis jetzt gefällt mir das schon ganz gut. Test bestanden. Ich werde die Technik wahrscheinlich für meinen Abschlussfilm an der Hochschule nutzen. Jetzt brauche ich nur noch ein paar Ideen, wie man sich sinnvoll die Zeit vertreibt, während man stundenlang wartet bis die Zeitraffer-Aufnahmen im Kasten sind.



