Zeitraffer-Fotografie ist das Daumenkino für große Jungs! Es kostet eine Menge Zeit und fordert deine Geduld, aber die Ergebnisse machen einfach Spaß.
In den letzten Monaten habe ich Ansichten aus Bremen gesammelt, um ein bisschen für unseren Zeitraffer-Film in Seoul zu üben. Und so füllten sich Speicherkarten und Festplatten: Knapp 15.000 Einzebilder habe ich geschossen, um ein paar Minuten Film zu erstellen.
Um den bekannten Tilt-Shift-Look in einige Aufnahmen zu bekommen, war eine erhöhte Perspektive nötig. Dank der freundlichen Menschen bei brepark konnte ich einige Sequenzen von Bremer Parkhäsuern aus fotografieren. Dabei ergaben sich ein paar völlig neue Blickwinkel auf die Stadt.
Folgendes Equipment habe ich benutzt:
Pentax k7
GoPro Hero 960
Samyang 8mm/3.5
Tamron 17-50mm/2.8
Sigma 17-70mm/2.8-4.5
Pentax 35 mm/2.8
Pentax 50 mm/1.7
Pentax 50-135mm/2.8
DIY igus slider mit Getriebemotor
Lightroom und LRTimelapse von Gunther Wegner
Drachensteigen ist super! Nicht nur im Herbst kann man Nasen, Ohren und zwei Quadratmeter Drachen in den Wind halten. Nein, auch zur Zeit geht das hervorragend und es macht verdammt viel Spaß. Heute, eine Tag später, habe ich barbarischen Muskelkater, bereue den Ausflug zum Werdersee aber nicht ein Stück.
Als ich den Rucksack mit Proviant und Drachen befüllte, kam mir meine kleine GoPro-Kamera in den Sinn. Der nahezu unverwüstliche, kleine Plastikkasten hat schon viel mitmachen müssen: Ob auf dem Snowboard, in der Achterbahn, auf dem Autodach oder beim Tauchen – diese kleine Kamera ist mein absolutes Lieblingspielzeug und ermöglich ungewöhnliche Perspektiven. Warum also nicht einmal Drachsteigen? Zwei Kabelbinder später hing das Ding im Drachen und ich freue mich noch immer über die Bilder aus luftiger Höhe.
Schlittschuhfahren ist ja zur Zeit schwer angesagt. Tausende Bremen zwängen sich an den Wochenenden auf die Semkenfahrt oder rutschen über Werdersee und Wallanlagen. Wer ein bisschen mehr Ruhe will und keine Lust auf Menschenmassen hat, kann entspannt die Kleine Wümme entlangfahren. Der Fluss schlängelt sich idyllisch durchs Blockland. Das dicht bewachsene Ufer schützt vor eisigem Wind und die vereisten Stege der Ferienhäuser laden zum Pausieren ein. Lohnt sich wirklich!
Ich hab mir die GoPro-Kamera auf den Kopf gesetzt (die automatisch alle 3 Sekunden ein Bild gemacht hat) und bin gemeinsam mit Jan den Fluss entlang gefahren. Wahnsinn, wie schnell man auf dem Eis unterwegs ist. Ich dachte wir brauchen Stunden für die gut acht Kilometer und hatte den Rucksack voller Proviant. Bis auf ein paar Tässchen Tee haben wir nichts angerührt. Es ging viel zu schnell vorbei!

