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Kategorien Archive für: ‘Foto’
Arcos de la Frontera

Da draußen warten eine Menge außergewöhnlicher Perspektiven. Neue Kameras, immer kleiner werdende Technik und Menschen mit guten Ideen treiben das Spiel kontinuierlich weiter. Ich finde das extrem spannend. Danke liebes Internet, ohne dich würde ich diese wunderbaren Sachen vermutlich niemals sehen.

Gute Aussichten! Das Spielzeug ist bereits erfunden, jetzt muss man sich damit nur noch austoben. Extreme Perspektiven und Bilder, wie man sie noch nie gesehen hat, sind kein Frage von Geld und Technik mehr – alles was man braucht ist eine Idee. Also, raus mit euch. Spielzeug kaufen und Neues machen.

In diesem Sinne: Ich wünsch euch ein spannendes Wochenende mit (hoffentlich) neuen Aus- und Ansichten und entlasse euch für diese Woche mit einem weiten Blick über das andalusische Hinterland von Arcos de la Frontera.

Pentax k7, Sigma 17-70, f14, ISO 200, 5 Belichtungen, Photomatix & Co.

Am Wesertower

Als ich diese Lichter am neugebauten Wesertower in Bremen das erste Mal sah, war ich schon ein bisschen gebannt. Zum Fotografieren ist so eine Lichtsituation eine feine Spielwiese. Bei Blendenwersten ab f8.0 erzeugt mein Sigma 17-70-Objektiv zuverlässig diesen Sterneneffekt um Lichtquellen und das musste ich bei diesem Motiv einfach ausprobieren. Überrascht vom Ergebnis war ich dennoch. Sieht doch verrückt aus, wie diese strahlenden Kugeln da so rumliegen. Wie kleine leuchtende Raumschiffe von kleinen schleimigen Aliens…

Pentax k7, Sigma 17-70, f9.0, ISO 400, 5 Belichtungen, Photomatix & Co.

Turm Bunker Regenbogen

Gestern habe ich noch darüber geschimpft, wie trist der Bremer Stadtteil Walle doch ist, dabei kann es dort ab und an auch ganz nett sein. Und wenn die ganzen Legenden stimmen, liegt dort sogar ein Topf voll Gold – schließlich endet der Regenbogen da.

Das Foto entstand, als ich auf dem Weg in den Hafen war. Riesige Flächen werden da gerade als Bauland erschlossen, von den Planern als „Überseestadt“ betitelt. Wieviel Übersee allerdings in diesem Viertel steckt ist fragwürdig. Klar, es ist verdammt maritim, schicke Designerbuden an die Mole der alten Hafenbecken zu pflastern. Und wenn man, mit Fensterglasbrille bestückt, einen Medien-Kaffee oder Chai-Latte trinken geht, dann kommt der Pappbecher mit viel Glück tatsächlich aus Übersee (oder wenigstens der Klebstoff). Den Bremer Seebären blutet dabei Herz. Früher durften sie hier noch richtig arbeiten. Mit Schiffen, Kränen, Lastern und so. Jetzt harren sie in schmierigen Imbissbuden oder muffigen Fahrerhäusern großer Trucks aus – den letzten Bastionen ihrer Zunft – und hoffen, dass die „Kreativen“ mit ihren Schals, Pseudo-Brillen und Regenwald-Kaffees vor lauter Schönheit ins Hafenbecken stürzen. Doch selbst das ist aussichtslos: Die Städteplaner haben die Becken zugekippt, um noch mehr Raum für noch mehr hippe Menschen zu schaffen. Das nennt sich dann Strukturwandel. Und vielleicht muss es tatsächlich so sein. Der Regenbogen ist zum Glück für alle da. Egal ob Currywusrt oder Latte Macchiato.

Pentax k7, Sigma 17-70, f8.0, ISO 400, 5 Belichtungen, Photomatix & Co.

Schmuddelwetter in Bremen

Ja, es ist hier gerade ganz schön fies. Ich hab das Gefühl, dass es den ganzen Tag nicht hell wird und es fällt richtig schwer, sich aufzuraffen und wenigsten mal für ein paar Minuten vor die Tür zu gehen. Wenn man extrem gut gelaunt ist, kann man auch die Kamera einpacken und versuchen, diese trübe Stimmung einzufangen. Am Besten klappt das in Stadtteilen, die ohnehin trist sind. So wie hier auf dem Bild in Bremen-Walle. Da ist tatsächlich die Caprisonne der einzige Lichtblick am Tag. Und selbst diese Freude ist nur von äußerst kurzer Dauer.

Pentax k100ds, Sigma 17-70, f10, ISO 400, 3 Belichtungen, Photomatix & Co.