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Der Seelenverkäufer

Auch wenn ich schon gefühlte tausend Mal im Hafen war. Es zieht mich immer wieder da raus. Und es macht immer wieder Spaß, dort Fotos zu machen.

Als ich mit Tobi durch den Holzhafen fuhr, philosophierten wir noch darüber, wie schade es ist, dass dort kaum mehr Schiffe ein- und ausfahren – bis wir am Ende der Kaie diesen russichen Frachter sahen. Schon aus der Entfernung war zu erkennen, dass der Kahn viel mehr mit Rost und Zerfall, als mit seiner Ladung zu kämpfen hatte. Ein junger Matrose stand auf dem Hauptdeck und versuchte mit einer Mini-Malerrolle den Dreck zu überpinseln. Doch auch die frische Farbe konnte den Eindruck nicht verdecken, dass dieses Schiff ein gefährlicher und nur noch bedingt seetauglicher Pott war.

“Das ist doch ein Seelenverkäufer”, rief uns ein Angler zu, der kopfschüttelnd mit seinem Fahrrad an uns vorbei fuhr. Ich musste nicken. Ein paar abgewetzte Fähnchen wippten traurig am verwitterten Mast. Und als dann der Kapitän und seine Frau, mit prall gefüllten Primark-Tüten, um die Ecke bogen, wurde die ganze Szene noch eine zünftige Portion trister…

Na dann: Gute Reise – Хорошее путешествие!

Pentax k7, DA 35 ltd, f8.0, ISO 100, HDR aus 5 Belichtungen

 

One Response to Der Seelenverkäufer

  • Markus

    Hades lässt grüßen… :O) – Okay. Das war Griechenland… *g*

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