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gardener

Ich habe hier überlegt, warum das Internet eine tolle Sache für Journalisten sein kann. Wie ein Journalist das nutzen kann, soll diese Stellenausschreibung hier zeigen.

Alexander Kluge hat mir auf seinem „Garten“ dctp.tv diese Metapher geliefert. Er sagt: „Was wir brauchen, sind abgegrenzte Räume, in denen die Datenmassen gesammelt, sortiert und reduziert werden. Gärten, Häfen, Gefäße, welche Metapher Sie wollen. Da das Bedürfnis nach Reduktion wächst, werden solche Gärten auch benutzt werden. Man muss sie nur bauen, diese Gärten im Netz.“ Das Interview kann man nicht nur sehen sondern auch lesen – im Freitag.

Das dabei die Rolle der Journalisten als Gatekeeper nicht verloren gehen braucht, aber neu definiert werden muss, findet auch Ruth Blaes in einem ihrer Aufsätze: „Journalisten als bloße Bediener und Erfüllungshilfen einer Maschinerie, die sich selbst ölt, werden ihren Auftrag verfehlen. Grundlagen und Hintergrund auf bestimmten Wissensgebieten werden mehr denn je notwendig sein. Es braucht Kundige, die Informationen, Wissenswertes aufbereiten können und fähig sind, sie sinnvoll und authentisch zusammenzustellen.“

Der unendlichen Fülle an Informationen Herr zu werden ist schlichtweg nicht möglich. Sich darin zurechtzufinden, Informationen relevant und interessant zu reduzieren ist aber die große Chance für Journalisten der Zukunft. Vertrauenswürdige Wegweiser mit eigener Meinung, die im Potential des Netzes und dessen Nutzern keine Bedrohung sondern Bereicherung und neue Möglichkeiten erkennen.

One Response to Stellenausschreibung: Gärtner im Netz

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